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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2020
Arbeiten und Leben nach Corona
Was wir aus der Krise lernen können
Der Inhalt:

»Queerness hat Platz in der Kirche«

von Viola Rüdele vom 27.05.2020
Die Pastorinnen Ellen und Stefanie Radtke sprechen auf ihrem Youtube-Kanal »Anders Amen« über ihren Alltag als Paar in der Gemeinde. Im Interview erzählen sie, wen sie mit ihren Videos erreichen und wie sie sich digitale Kirche vorstellen.
Stefanie (links) und Ellen Radtke zeigen mit ihrem Yotube-Kanal »Anders Amen«, wie gut Kirche und Queerness zusammenpassen (Foto: pa/Steffen)
Stefanie (links) und Ellen Radtke zeigen mit ihrem Yotube-Kanal »Anders Amen«, wie gut Kirche und Queerness zusammenpassen (Foto: pa/Steffen)

Publik-Forum: Wie sind Sie als lesbisches Pastorinnenpaar auf die Idee gekommen, einen Youtube-Kanal zu starten?

Ellen Radtke: Wenn man Kirche bei Youtube sucht, dann findet man vor allem sehr konservative »Kein Sex vor der Ehe, sonst Hölle«-Kanäle. Das ist ein Zerrbild, das uns gestört hat. Wir kennen und erleben unsere Kirche vollkommen anders. Darüber haben wir eher zufällig mit Mitarbeitern vom evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen gesprochen. Daraus ist dann die Idee für dieses Projekt entstanden.

Machen Sie Videos im Auftrag der Kirche?

E. Radtke: Nein, wir alle arbeiten ehrenamtlich. Ohne Beauftragung, ohne Geld dafür. Es ist unser persönliches Engag

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