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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2020
Arbeiten und Leben nach Corona
Was wir aus der Krise lernen können
Der Inhalt:

Arundhati Roy über die Corona-Pandemie

von Arundhati Roy vom 15.05.2020
(Foto: PA / nurphoto / Nasir Kachroo)
(Foto: PA / nurphoto / Nasir Kachroo)

Was immer das für ein Virus ist, die Mächtigen sanken vor ihm auf die Knie, es brachte die Welt zum Stillstand, wie dies niemand anderes geschafft hätte. Unsere Gedanken rasen immer noch hin und her. Wir sehnen uns nach einer Rückkehr zu dem, was wir Normalität nennen. Dabei orientieren wir unsere Zukunft an unserer Vergangenheit. Wir weigern uns anzuerkennen, dass es einen Bruch gibt. Aber es gibt ihn. Und doch eröffnet uns die schreckliche Verzweiflung über diesen Bruch die Chance, über die Weltvernichtungsmaschine nachzudenken, die wir selbst gebaut haben. Unter diesen Bedingungen wäre nichts schlimmer als die Rückkehr zur Normalität.

Historisch haben Pandemien die Menschen immer dazu gezwungen, mit der Vergangenheit zu brechen und sich die Welt neu vorzustellen. Die Corona-Pandemie macht da keinen Unterschied. Sie öffnet ein Po

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