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vom 25.07.2020
von Micaela Strunk-Rohrbeck, Tonnenheide

Auch wenn sich die Situation in Deutschland an den meisten Orten inzwischen entspannt hat, gleicht die Pandemie immer noch einer Wüstenwanderung (hoffentlich keine 40 Jahre!), die von der Hoffnung auf das Gelobte Land, eine gute Zukunft für alle, lebt. Die vier Strophen führen vom Kyrie zum Halleluja, von der Wüste ins Grüne, von der Einsamkeit – über Glaube, Hoffnung und Liebe – in die Gemeinschaft.

Kyrie-Halleluja
(Neuvertextung des Broken Hallelujah von Leonard Cohen)

Die Welt steht still. Dem Herz ist bang.
Die Wüstenwanderung ist lang,
und jeder Mensch geht seinen Weg alleine.
Ein Ende ist noch nicht in Sicht.
Wo zeigt sich nur ein Funken Licht,
das neu den Glauben weckt mit seinem Scheine?
Gott, erbarm dich! Gott, erbarm dich!
Gott, erbarm dich über deine Welt und mich.

Ich ahne Menschen neben mir …
Umhüllt von Sorgen leben wir –
so vieles ist jetzt ungewiss und offen.
Mein Leben hätt ich gern zurück …
Auf neuen Sinn und zartes Glück
für alle Menschen wage ich zu hoffen.
Gott, erbarm dich! Gott, erbarm dich!
Gott, erbarm dich über deine Welt und mich.

Was schenkt uns Mut? Zusammen geh’n,
den andren in die Augen seh’n.
Wer Liebe lebt, bleibt auf dem Weg nicht einsam.
Ob stark, ob schwach, ob jung, ob alt –
wir geben jetzt einander Halt.
Zur Freiheit finden wir ja nur gemeinsam.
Halleluja, Halleluja,
Halleluja, Halleluja.

Seht ihr die Zeichen auf dem Pfad?
Die Zukunft sprosst schon aus der Saat
der Tränen, die wir unterwegs verloren.
Und haben wir das Ziel erreicht,
dann werden unsre Schritte leicht,
die Kräfte wachsen – wir sind neu geboren!
Halleluja, Halleluja,
Halleluja, Halleluja.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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