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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2014
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Kurz vor dem Kollaps

von Katja Dorothea Buck vom 26.09.2014
Die Lage der Christen im Nahen Osten ist dramatisch. Sie werden von der Terrormiliz Islamischer Staat verfolgt und leben in Todesangst oder sind auf der Flucht. Die evangelischen Kirchen fühlen sich dabei von den Christen im Westen alleingelassen
Zerstört: Die Kirche Um al-Zinar im syrischen Homs. Die Christen im Nahen Osten beklagen, dass ihre große Not im Westen nur wenig Beachtung findet (Foto: pa/ap)
Zerstört: Die Kirche Um al-Zinar im syrischen Homs. Die Christen im Nahen Osten beklagen, dass ihre große Not im Westen nur wenig Beachtung findet (Foto: pa/ap)

Seit vielen Jahren sehen Kirchenführer mit Sorge, dass immer mehr Christen den Nahen Osten verlassen, um sich anderswo eine Zukunft aufzubauen. Mit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien und spätestens, seit vor einigen Monaten die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) grausame Fakten in Syrien und im Irak geschaffen hat, ist diese Sorge in existenzielle Angst umgeschlagen. Aus allen nahöstlichen Kirchen sind mittlerweile Hilferufe zu hören.

Hilferuf der evangelischen Gemeinden

Erst kürzlich wandte sich der Höchste Rat der Evangelischen Gemeinden in Syrien und Libanon mit einem dringenden Appell an alle evangelischen Kirchen und Organisationen in der Welt, sie sollten doch bitte das Ihre tun, um die vollständige Zerstörung christlicher Präsenz im Nahen Osten zu verhindern. Anfang September reisten die orthodoxen Patriarchen aus dem Nahen Osten nach Washington, um sich bei der internationalen Gemeinschaft Gehör zu verschaffen. Beschara Rai, Patriarch der mit Rom unierten maronitischen Kirche, rief die USA und den UN-Sicherheitsrat auf, »eine klare Haltung einzunehmen und noch aggressiver aufzutreten, um die Christen zu schützen, die von IS und anderen terroristischen Gruppen abgeschlachtet und vertrieben werden«.

Deutliche Worte fanden unlängst auch die Teilnehmenden einer Konferenz in Kairo, zu der die Gemeinschaft der Evangelischen Kirchen im Nahen Osten (FMEEC) nicht nur Kirchenvertreter, sondern auch Muslime eingeladen hatte. »Müssen wir in einer Welt leben, in der unsere Kinder getötet werden? Ist das der Islam?«, fragte Adeeb Awad von der Presbyterianischen Kir

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