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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2014
Revolutionäre, wo seid ihr geblieben?
Der Herbst 1989 und sein Erbe
Der Inhalt:

Erst mal ein Dach über dem Kopf

von Samuel Jambrek vom 12.10.2014
Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Ob sie bleiben können, wissen die meisten nicht. In vielen Kirchengemeinden wächst die Bereitschaft, sich für diese Menschen einzusetzen
Erstes Kirchenasyl in der Stadtkirche St. Michael, Jena, September 1994: Zelte geben Zuflucht für Bürgerkriegsflüchtlinge aus Armenien. Darunter sind auch Kinder. Es gelingt damals zunächst, die bereits eingeleitete Abschiebung der Flüchtlinge zu verhindern. (Foto: pa/Kasper)
Erstes Kirchenasyl in der Stadtkirche St. Michael, Jena, September 1994: Zelte geben Zuflucht für Bürgerkriegsflüchtlinge aus Armenien. Darunter sind auch Kinder. Es gelingt damals zunächst, die bereits eingeleitete Abschiebung der Flüchtlinge zu verhindern. (Foto: pa/Kasper)
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Jost Herrmann und Gudrun Grill sind auf dem Weg zur Containerunterkunft der Asylbewerber in Weilheim in Oberbayern. Er ist evangelischer Pfarrer, sie katholische Pfarrhelferin. Als sie ankommen, laufen ihnen einige Männer und Kinder entgegen; es gibt ein großes Hallo. Die beiden Koordinatoren des Unterstützerkreises Asylbewerber sind hier Gäste, die man schätzt. Jeder, der gerade beim Kochen ist, möchte die beiden unbedingt zum Essen einladen. Wohin nur sollen sie sich zuerst wenden? Hände greifen nach ihnen, Gesichter strecken sich ihnen entgegen. Manche nennen Gudrun Grill »Mama«. Mama, setz dich, iss mit uns! Was gibt es zu berichten? Kannst du uns etwas Neues erzählen? Gudrun Grill ist für die einen so etwas wie ein Mutterersatz, denn es gibt hier Flüchtlinge, die ihre leiblichen Elter

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