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vom 06.10.2020
von Irmingard Heine

Vor langer, langer Zeit, als die Erde noch atmen konnte, geschah es, dass ein Engel aus den Wolken fiel und der Höllenschlund einen seiner Teufel ausspie. Sie landeten nicht nur am selben Ort, sondern standen sich Rücken an Rücken gegenüber; sprachlos und hielten Abstand. Jeder wusste, der Andere war ganz anders. Und das war gefährlich.

So verging die Zeit. An einem frühen Morgen, als die Sterne noch leuchteten, fing der Engel, des langen Stehens müde, an zu wanken und wäre gefallen, hätte der Teufel sich nicht umgewandt, um ihn aufzufangen. Da sahen sie sich von Angesicht zu Angesicht: Der Engel verlor seine Flügel und der Teufel seine Hörner.

Sie schauten und staunten und gefielen sich sehr. Sie verloren den Abstand. Die Zeit verging, bald gab es viele von ihnen. Sie nannten sich Menschen.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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