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Eine Corona-Weihnachts-Ostergeschichte

vom 08.04.2020
von Hella Knütel

Es begab sich zu der Zeit – (nach Lukas 2)

Es begab sich aber zu der Zeit,
dass ein Edikt ausging von den Regierenden,
dass alle Welt vor dem Corona-Virus geschützet werde.
Diese Schützung war die erste ihrer Art,
und sie geschah zu der Zeit,
da Angela Merkel Kanzlerin in Deutschland war.

Und alle blieben zu Hause,
um sich schützen zu lassen,
ein jeglicher in seiner Stadt.

Da blieben auch in ihren Häusern
alle Juden, Christen und Muslime,
weil ihre Versammlungen
als potenzielle Virusschleudern galten.
Und alle »Gotteshäuser« blieben verschlossen.

Als sie aber dort ausharrten
und schon ungeduldig wurden,
kam die Zeit der Erkenntnis:
Es fiel ihnen wie Schuppen von den Augen,
und sie fanden zurück zu Menschlichkeit und Güte,
und sie verpackten diese Erkenntnis
in kleine Balkonkonzerte und Videoclips,
denn sie hatten sonst keinen Platz
in den öffentlichen Medien.

Es gab aber etliche Leute
in ihrem Wirkungsbereich,
die neben ihrer alltäglichen Pflichterfüllung
hellhörig geblieben waren.

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Und der Bote des Universums
trat an ihre Lebensorte,
und die Klarheit des Heiligen Geistes
umleuchtete sie;
und sie fürchteten sich sehr.

Aber der Bote sprach zu ihnen:
»Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude,
die der ganzen Schöpfung
widerfahren wird;
denn heute wird Gott geboren
aus Wasser und Geist,
und die Herrschaft der Kulte und Priester,
der Parteien und Konfessionen,
der Rassen, Geschlechter und Generationen
sowie der Menschheit über alles
nichtmenschliche Leben
wird ein Ende haben!

Und das nehmt zum Zeichen:
Ihr werdet finden
– blauen Himmel über China;
– klares Wasser vor Venedig;
– Ochs, Esel und alle wilden Tiere
frei von Misshandlung und Ausrottung!«

Und plötzlich war bei dem Boten
die Menge aller guten Geister,
die lobten Gott und sprachen:
»Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
bei allen Menschen guten Willens!«

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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