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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2015
Höchste Zeit
Klimakrise: Die Politik, der Papst und die Menschheit. Worauf es jetzt ankommt
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Die tief verfeindeten Brüder

von Ulrich von Schwerin vom 11.09.2015
Aus Publik-Forum 17/2015: Im Irak bekämpfen sich Schiiten und Sunniten bis aufs Blut. Aber auch in Syrien spielt der Konflikt zwischen den islamischen Konfessionen eine Rolle. Woher kommt der Hass? Und wer überwindet ihn?
Die Schlacht bei Kerbela, dargestellt in einer Miniatur, bei der es 680 um die Führung der Muslime ging: Der Streit zwischen Sunniten und Schiiten geht auf den Konflikt aus dieser Zeit um die Nachfolge des Propheten Mohammed zurück (Foto: pa/akg)
Die Schlacht bei Kerbela, dargestellt in einer Miniatur, bei der es 680 um die Führung der Muslime ging: Der Streit zwischen Sunniten und Schiiten geht auf den Konflikt aus dieser Zeit um die Nachfolge des Propheten Mohammed zurück (Foto: pa/akg)
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»Die Schiiten sind das unüberwindliche Hindernis, die lauernde Schlange, der listige und bösartige Skorpion, der spähende Feind und das einsickernde Gift. Der Schiismus ist eine Religion, die nichts mit dem Islam gemein hat«, schrieb der Anführer der Dschihadistengruppe Al-Qaida im Irak, Abu Musab al-Zarqawi, im Februar 2004 an seinen Chef Osama bin Laden. »Der Schiismus ist voll von offenem Polytheismus, er gebietet es, Gräber zu verehren, Heiligenschreine zu umwandern und die Genossen des Propheten Ungläubige zu nennen.« Wenn es gelinge, die Schiiten in einen Religionskrieg hineinzuziehen, so schrieb al-Zarqawi, würden die Sunniten aus dem Schlaf erwachen.

Als seine Untergrundtruppe im Februar 2006 die goldene Kuppel des Al-Askari-Schreins in Samarra in die Luft jagte, wurde diese Idee blut

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