Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2018
Himmlische Klänge
Musik als spirituelle Kraft der Religionen
Der Inhalt:

Der Machtspieler

von Thomas Seiterich vom 18.08.2018
Trumps ehemaliger Chefideologe Steve Bannon will auch Europa weit nach rechts rücken – mithilfe der Kirchen
Nationalpopulist Steve Bannon: Häufig in Rom, im März 2018 posiert er auf der Piazza Navona. (pa/REUTERS/Tony Gentile)
Nationalpopulist Steve Bannon: Häufig in Rom, im März 2018 posiert er auf der Piazza Navona. (pa/REUTERS/Tony Gentile)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Steve Bannon, der Stratege, der den Wahlsieg von US-Präsident Donald Trump ersann, verfolgt neben seiner rechten Netzwerkarbeit in der Politik auch eine kirchliche Agenda. Leidenschaftlich polemisiert er seit Jahren gegen sozial und menschenrechtlich aufgeschlossene Bischöfe und Kirchen. Der 64-jährige amerikanische Publizist trennt nicht zwischen Politik und Religion. Kirchen und politische Parteien sind für ihn lediglich einflussreiche Kräfte, die es zu benutzen oder zu bekämpfen gilt. Persönlich rechnet sich Bannon, der in jungen Jahren mit dem Buddhismus light und exotischen Religionen liebäugelte, zum konservativsten Teil des Katholizismus. Er kehrt so zu seinen Wurzeln zurück. Denn er stammt aus einer streng katholischen, kinderreichen, irischstämmigen Arbeiterfamilie in Norfolk, im US-Bundesstaat Virginia.

Kommentare
Der Kommentierungszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen, daher können Sie ihn leider nicht mehr kommentieren.
Georg Lechner
24.08.201817:25
Gegen die Flüchtlinge - das weist klar auf Bannons reiche Hintermänner hin und erinnert sehr an die Forderung des Reichsverbands der deutschen Industrie vom Dezember 1929 nach einer Senkung des Sozialetats.
Die Feindschaft der rechten Recken gegen das abendländische Christentum kommt nicht von ungefähr - die (bzw. ihre Geldgeber) haben den egalitären Kern der monotheistischen Religionen begriffen, er ist ihnen ein Dorn im Auge und es ist auch der Grund für die Judenverfolgung der Nazis und für die aktuelle anti-islamische Hetze. Darum versuchen sie die Umdeutung zum "wehrhaften Christentum" durchzubringen (mit der schon Jörg Haider hausieren ging).