Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2012
Wenn Gott nicht eingreift
Theologen suchen neue Antworten
Der Inhalt:

Das rechte Scharnier

von Angelika Strube vom 26.01.2012
Rechtsextremisten verfolgen geschickte Strategien, um in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Auch im katholischen Umfeld finden sie Unterstützer. Zum Beispiel beim online-Medium kath.net
Die »neue Rechte« will die Lufthoheit über Hörsälen und Seminarräumen. Weil es ihr nicht um Schlägertrupps, sondern um bürgerliche Mittelschichten geht, sind Scharniermedien für die »neue Rechte« interessant.
Die »neue Rechte« will die Lufthoheit über Hörsälen und Seminarräumen. Weil es ihr nicht um Schlägertrupps, sondern um bürgerliche Mittelschichten geht, sind Scharniermedien für die »neue Rechte« interessant.

Ein Scharnier verbindet. »Scharnierorgane« nennt man deshalb in der Rechtsextremismusforschung Medien, durch die rechtsextremes Gedankengut in andere Kreise - vor allem in die Mitte der Gesellschaft - hineingetragen werden soll. Bewusst verzichten Scharnierorgane deshalb auf offene Hetze; sie erscheinen bürgerlich, argumentieren intellektuell, distanzieren sich von rechter Gewalt, die sie jedoch nicht selten verharmlosen oder relativieren.

Dass die extreme Rechte, vor allem in Gestalt der NPD, seit Jahren versucht, das gewalttätige Image eines rechten Schlägertrupps loszuwerden, ging in diesen Wochen durch die Medien. Ebenso wird immer deutlicher, dass es sich dabei keinesfalls um eine inhaltliche »Bekehrung« handelt, sondern lediglich um einen Imagewandel, um Tarnung und - um es mit den Worten des neurechten Ideologen Karlheinz Weißmann zu sagen - um »politische Mimikry«. Speziell die NPD bemüht sich um ein bürgerliches Image, um an gesellschaftlicher Akzeptanz zu gewinnen. Das bewusste Unterwandern von Sportvereinen, Schulpflegschaften und bürgerschaftlichen Initiativen gehört zu ihrer rechten Strategie.

Wer sind die neuen Rechten?

Weit weniger bekannt als die NPD und in ihren Strategien oft schwieriger zu erkennen sind Gruppierungen und Medien, die der sogenannten »neuen Rechten« zuzuordnen sind. Weit, heterogen - und an seinen Rändern sowohl in den Rechtsextremismus als auch in den demokratischen Konservativismus hinei

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen