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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:
Sozialprotokoll

»Bethlehem hat mein Leben verändert«

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 21.12.2018
Mark Braverman ist Traumatherapeut aus den USA. Eine Reise ins Westjordanland hat ihn in eine Identitätskrise gestürzt

Ich bin 1948 geboren, dem Jahr, in dem der Staat Israel gegründet wurde. Vielleicht auch deshalb war meine eigene Identität stark mit der israelischen verknüpft. Ich bin in einer konservativen jüdischen Familie in Philadelphia aufgewachsen, erzogen in dem Glauben, dass wir als Juden seit 2000 Jahren verfolgt werden, dass wir Opfer sind und von Feinden umgeben, vor allem von den Deutschen und den Arabern. Für meine Eltern wäre es nie infrage gekommen, deutsches Bier zu trinken oder ein deutsches Auto zu kaufen.

Mit der Idee, dass das jüdische Volk außergewöhnlich ist, anders als alle anderen, habe ich viele Jahre gelebt. Dass die Araber böse und gefährlich sind, wurde mir eingetrichtert. Gleichzeitig waren mein Vater und ich in der Bürgerrechtsbewegung aktiv. Einerseits lernte ich also, dass Rassismus und Vorurteile schrecklich sind, andererseit

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