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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Aufrecht im Gegenwind

Was bedroht die Demokratie – und was hilft ihr? Die Publik-Forum-Matinee in Berlin diskutierte über Auswege aus der Krise

Den Traum von einer friedlichen, stabilen und gerechten Welt, wer träumt ihn nicht in dieser Zeit, die von Veränderung geprägt ist. Globalisierung, Digitalisierung und die rasante Erhitzung der Erde fordern die Gesellschaften heraus. Vieles wird infrage gestellt, Angst ist schon jetzt ein starkes Gefühl in westlichen Gesellschaften. Populisten profitieren davon. Sie schüren den Hass auf Fremde und tragen wenig dazu bei, um Lösungen für die tatsächlichen Probleme zu finden. Wie ist dem zu begegnen? Welche Gegenkräfte gibt es? Mit diesen Fragen hat sich die Publik-Forum-Matinee in Berlin unter dem Titel »Aufrecht im Gegenwind« beschäftigt. Anlass war die Verabschiedung von Redakteurin Bettina Röder Ende November in den Ruhestand. Zwanzig Jahre war sie im Berliner Büro für Publik-Forum tätig.

»Es breitet sich eine existenzielle Unsicherheit angesichts eines unübersehbaren globalen Wandels aus, bei dem viele nicht mitzukommen fürchten«, sagte der Theologe Friedrich Schorlemmer in seinem Vortrag. Folge dieser Angst sei es, dass heute »die Grenzen zwischen Fake News und Wirklichkeit verschwimmen«. US-Präsident Donald Trump und seine Leugnung des Klimawandels seien dafür ein Beispiel. Schorlemmer hält es auch für fatal, dass Trump damit drohe, den 1987 geschlossenen INF-Vertrag über die Abrüstung atomarer Mittelstreckenwaffen aufzukündigen. »Eine neue internationale Friedensbewegung mit längerem Atem muss wieder auf den Plan«, forderte der Theologe. »Was wird aus der Welt, wenn sich die Demokraten jetzt nicht behaupten?«

Protestieren, Gesicht zeigen, das ist eine Variante, um auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Andere Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, ka