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Das Politische Porträt
Der für seine Stadt kämpft

Alexander Ahrens ist Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, die wegen fremdenfeindlicher Zwischenfälle Schlagzeilen machte. Doch er gibt nicht auf. »Genau hinsehen« ist sein Lebensmotto
von Bettina Röder vom 02.12.2016
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Nach seinen Aufenthalten in Hongkong und Shanghai habe er unter einer »Überdosis an Großstädten« gelitten. Darum zog es den Juristen, der in Asien große deutsche Industriefirmen beraten hatte, ins beschauliche Bautzen in der Oberlausitz. Dort ist Alexander Ahrens seit einem Jahr Oberbürgermeister. Und alles hätte so schön sein können: in einer der schönsten Altbaustädte Deutschlands, die schuldenfrei ist, mit wachsender Geburtenrate. Vorzeigestadt Ost, umgeben von Bergen und weiten Tälern, in einer von Sorben bewohnten Landschaft. Doch Fehlanzeige. Bautzen ist in den Schlagzeilen, weil die Bilder aus der Stadt alles andere als schön sind: eine brennende Asylunterkunft Anfang des Jahres, immer wieder pöbelnde Nazis, die mit Hassparolen durch die Stadt ziehen. Alexander Ahrens, der hochgewachsene, ein wenig schlaksig wirkende Bürgermeister, sagt zwar: »Von ein paar Hohlköpfen lassen wir uns unsere Stadt doch nicht kaputt machen.« Doch das ist leichter gesagt als getan. Schlimme Bilder kann man nicht ungesehen machen.

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