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Vom Ende her denken

Warum das Bewusstsein der Vergänglichkeit befreiend sein kann – persönlich und politisch. Eine Betrachtung
von Renate Höppner vom 02.12.2016
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Warum ist es so schwer, über das Ende des Lebens und die Vergänglichkeit nachzudenken und zu reden? Mich hat ein kleines Erlebnis dazu sehr nachhaltig beschäftigt. »Herbstfarben« war das Thema eines Nachmittags jüngst in unserer Gemeinde. Vier Kollegen hatten zur Vorbereitung zusammengesessen – ein heiterer Herbsttag, Freude an der Schöpfung, Buntheit des Lebens, Anstrengung und Ernte ... das war unser Plan, so war es abgesprochen und es hat wunderbar geklappt, bis auf die Besinnung am Anfang. Die Kollegin sprach fast dreißig Minuten über das Vergehen, den Abschied und den Tod. Und über das Psalmwort »Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.« Und eigentlich auch nur über den ersten Teil. Es war viel Anstrengung in der Runde nötig, um die Stimmung von Moll wegzubekommen.

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