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Immer wieder sonntags

Gesellschaftskritik als Soap-Opera: Die Lindenstraße wird dreißig Jahre alt – und bleibt subversiv
von Eva-Maria Lerch vom 04.12.2015
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Wir bleiben hier!«, steht auf einem Plakat in der Lindenstraße. Die Bewohner protestieren damit gegen den geplanten Abriss ihrer Mietshäuser, die Luxusappartements weichen sollen. Im Treppenhaus frieren und schimpfen die Mieter, denn heute ist die Heizung ausgefallen. »Kalt-Entmietung« nennt das Klaus Beimer, der mit seinem Freund Philipp in der Küche vor dem geöffneten Backofen sitzt, um sich aufzuwärmen. Während sie sich die kalten Hände reiben, diskutieren die beiden Männer über ihre Wohnsitua tion und die jüngsten Terroranschläge in Paris. »Es kommt jetzt darauf an, uns nicht verunsichern zu lassen«, sagt Philipp, »und für unsere Werte einzustehen.«

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