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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2015
Mission Weltrettung
Was die Religionen zum Klimaschutz beitragen können
Der Inhalt:

Beten statt Böller?

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 04.12.2015
Vorgespräch: Fragen an Frère Benoît, Bruder der Gemeinschaft von Taizé, zum Europäischen Jugendtreffen in Valencia

Publik-Forum: Tausende Jugendliche werden zum Taizé-Treffen im spanischen Valencia zusammenkommen, um gemeinsam den Jahreswechsel zu feiern. Was passiert da?

Frère Benoît: Wir beten und singen zusammen, lernen junge Menschen aus der ganzen Welt kennen und kommen in Kontakt mit spanischen Familien, die uns von ihrem gelebten Glauben als Christen erzählen. Nachmittags finden in der ganzen Stadt Workshops zu aktuellen Themen statt, zu denen auch Einheimische kommen.

Worüber wird da diskutiert?

Frère Benoît: Über Klimaschutz und den interreligiösen Dialog, Kunst und Kultur, über Wege, zu Gott zu finden, über Korruption, Migration und, und, und. Es ist uns wichtig, dass wir nicht nur Bibelkunde machen und meditieren, sondern auch über große gesellschaftliche Fragen unserer Zeit diskutieren. Es gibt zum Beispiel einen Workshop mit Christen, Juden und Muslimen zu Gott dem Barmherzigen.

Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie?

Frère Benoît: Dieses Jahr sind es vergleichsweise wenige, weil Valencia nicht so zentral liegt – wir erwarten rund 20 000 Teilnehmer. Aber die Anmeldung läuft ja noch. In Städten wie Prag oder Rom hatten wir auch schon 40 000 Gäste. Die meisten jungen Leute kommen aus Polen, auch aus der Ukraine sind stets viele dabei, aus Deutschland übrigens auch. Ein Großteil der Teilnehmer stammt aus Europa, aber wir haben dieses Jahr auch Anmeldungen aus Japan, Brasilien, Indien und Kanada.

Wo schlafen die vielen jungen Menschen?

Frère Benoît: Dieses Jahr wohnen sie alle in Gastfamilien. In anderen Jahren mussten wir einige auch mal in Turnhallen unterbringen, aber dieses Mal ist das nicht nötig. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viele Menschen Fremden ihre Türen öffnen und sie willkommen heißen. Es ist ein Zeichen von Vertrauen auf allen Seiten. Dieses Vertrauen zu erleben ist wunderbar.

Wie genau läuft der Silvesterabend ab?

Frère Benoît: Um 23 Uhr wird in allen Kirchengemeinden Valencias für den Frieden gebetet. Jeder Teilnehmer feiert in der Gemeinde seiner Gastfamilie den Gottesdienst. Um Mitternacht steigt dann das »Fest der Nationen« an all den verschiedenen Orten in der Stadt. Es

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