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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2011
China global
Eine kapitalistische Diktatur erobert die Welt
Der Inhalt:

Ein Weltbild zerbricht

von Birgit-Sara Fabianek vom 04.05.2012
Die Bischöfe wollen den Weltbild-Verlag verkaufen. Sein Angebot sei mit dem Bild einer reinen Kirche nicht vereinbar

Der katholische Weltbild-Verlag wird verkauft, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern auch mit erotischen und esoterischen Produkten Umsatz gemacht hat. Das widerspreche den »ideellen Zielen der Gesellschafter«, so die Erklärung der Bischöfe, denen die kirchliche Verlagsgruppe gehört. Um seinen Willen durchzusetzen, spielte der Wortführer der Abkehr, der Kölner Kardinal Joachim Meisner, geschickt über die römische Bande. Er erreichte, dass sich Papst Benedikt in die Debatte um Weltbild einschaltete und verlangte, die Verbreitung von Pornografie übers Internet einzuschränken. Da wussten alle Kirchenvertreter, was die Stunde geschlagen hatte.

Die päpstliche These von der nötigen »Entweltlichung der Kirche« trifft bei Meisner auf ganz und gar offene Ohren. Das