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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2019
Die Zerreißprobe
Die Theologen Nikolaus Schneider und Dietmar Mieth hatten eine klare Haltung ...
Der Inhalt:

Har HaMenuchot: Im Berg der Ruhenden

vom 22.11.2019
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Nach sechs Jahren Bauzeit sind unter dem jüdischen Friedhof »Har HaMenuchot« (Berg der Ruhenden) in Jerusalem die weltweit ersten Katakomben der Moderne eingeweiht worden. Futuristisch anmutende Lichtinstallationen des deutschen Glaskünstlers Yvelle Gabriel erleuchten das Höhlensystem fünfzig Meter unter der Oberfläche. Statt dunkler Enge prägen hohe Decken und weite Gänge die Katakomben. Auf drei Etagen sind Felsgräber angelegt, vier Reihen rechteckiger Öffnungen auf jeder Etage, Tausende an der Zahl. In Israel wird ein Grab nicht nach einer bestimmten Frist ein weiteres Mal belegt. Bei rund 45 000 Toten im Jahr und einer voraussichtlichen Verdopplung der Bevölkerung bis 2048 wird der Boden im Heiligen Land knapp. Die pragmatische Lösung kann als ein »Zurück zu den Wurzeln« betrachtet werden: Die Katakomben bei Haifa, von der Unesco seit 2015 als Weltkulturerbe anerkannt, stammen aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert.

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