Erneut Verrat im Vatikan
Der Vatikan kommt nicht zur Ruhe. Eine Woche nachdem eine üble Medienkampagne Papst Franziskus während der Entscheidungsphase der Familiensynode einen Hirntumor andichtete, sorgen vertrauliche Dokumente, die der Journalist Gianluigi Nuzzi an die Öffentlichkeit gebracht hat, für Unruhe. Es geht um Missstände in der Buchführung, Finanzierungslücken und Zweckentfremdung des sogenannten »Peterspfennigs«. Am 2. November wurden daraufhin die PR-Fachfrau Francesca Chaouqui (33) und der dem Opus Dei nahestehende spanische Kurienprälat Lucio Angel Vallejo Balda (54) im Vatikan verhaftet. Man wirft ihnen vor, geheime Dokumente weitergegeben zu haben. Chaouqui beteuerte ihre Unschuld und wurde wieder freigelassen. Vallejo Balda, von dem das Opus Dei sich eilends distanzierte, amtiert seit 2011 als Sekretär der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten. Mit der Verhaftung bestätigte der Vatikan indirekt die Richtigkeit der Dokumente, die den Enthüllungsbüchern der Journalisten Emiliano Fittipaldi und Gianluigi Nuzzi zugrunde liegen.
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