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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

Nicht ohne meine Mutter

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen spricht sich für den Familiennachzug von Geflüchteten aus – quer über Parteigrenzen hinweg. Das ist das Ergebnis eines aktuellen ZDF-Politbarometers. Demnach stimmen 88 Prozent der Anhänger der Grünen dafür, 82 Prozent der Linken, 77 Prozent der SPD-Sympathisanten, 65 Prozent der CDU-Gefolgsleute und 58 Prozent der FDP-Fans. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen appellierte an den neuen Bundestag, den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten ab März 2018 wieder uneingeschränkt zu ermöglichen. Dieser war ausgesetzt worden. Das Thema wird derzeit kontrovers diskutiert. CDU, CSU und FDP wollen den Familiennachzug der engsten Angehörigen weiterhin aussetzen, die Grünen hingegen plädieren für das Nachholen von Familienmitgliedern – aus humanitären Gründen und weil dies die Integration fördere. Jüngsten Zahlen zufolge könnten, anders als von der AfD vermutet, nicht etwa zwei Millionen Flüchtlinge ihren Verwandten nach Deutschland folgen, sondern bis zu 120 000 Menschen.