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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

Kinderrechte im Netz von Eltern missachtet

Eltern scheren sich in Online-Netzwerken oft nicht um die Persönlichkeitsrechte von Kindern. Bei der Veröffentlichung von Informationen und Bildern über Medien wie WhatsApp, Facebook oder Instagram fehle »sehr vielen Erwachsenen« das entsprechende Problembewusstsein, kritisierte das Deutsche Kinderhilfswerk in Berlin unter Berufung auf eine neue Studie. Dies verletze die Rechte der Kinder und könne sie auch in Gefahr bringen. 34 Prozent der für die repräsentative Studie Befragten, die Bilder und Informationen von Kindern posten, gaben demzufolge an, Kinder dabei gar nicht einzubeziehen, 30 Prozent informieren die Kinder lediglich, hieß es. Eine explizite Erlaubnis hole nur ein knappes Drittel ein. Berechnungen zufolge seien fast vier Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland von der Veröffentlichung ihrer Bilder oder von Informationen über sie in sozialen Medien betroffen. Ein großer Teil der Erwachsenen mache sich keine Gedanken über die Risiken, dass Bildmaterial in die falschen Hände geraten könne. Nur eine knappe Mehrheit interessiere sich dafür, welche Rechte sie an die Internet-Plattformen abgeben, so der Präsident des Kinderhilfswerks, Thomas Krüger.