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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2015
»Macht Wirbel!«
Wie der Papst die Kirche aufmischt
Der Inhalt:

»Macht Wirbel! «

von Thomas Seiterich vom 06.11.2015
Mit Mühe setzt Papst Franziskus auf der Familiensynode seinen Kurs der Barmherzigkeit durch. Wenn der erfolgreich ist, bedeutet dies für die katholische Kirche eine Kulturrevolution: Künftig zähltder einzelne Christ und nicht die starre Norm. Doch die Gegner der Öffnung bleiben mächtig
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Seit dem Ersten Vatikanischen Konzil im späten 19. Jahrhundert galt in der katholischen Kirche das Prinzip: Auf jede Frage hat der Papst eine Antwort, diese ist verbindlich und wird in den katholischen Gemeinden befolgt, egal wo auf dem Globus. Es war eine Kirche von Befehl und Gehorsam. Gesetze und Anordnungen wurden schematisch angewendet. Doch nun scheint es durch Papst Franziskus zu einer Kulturrevolution zu kommen. Die Weltbischofssynode zu Ehe und Familie markiert einen historischen Wendepunkt. Es ist ein knapper Arbeitssieg der Reformer. Denn von jetzt an soll auf den Einzelfall geschaut werden, wann immer es in einer Beziehung, Ehe oder Familie hakt. Es gilt das Prinzip des Respekts vor dem Einzelnen und seiner Not. Aus dem blinden Befolgen wird – falls der Sprung vorwärts in die neue

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