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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2015
»Macht Wirbel!«
Wie der Papst die Kirche aufmischt
Der Inhalt:

Bedroht und getötet

Reporter ohne Grenzen: Journalisten im Nordirak sind in großer Gefahr

Reporter ohne Grenzen (ROG) sieht die Sicherheit von Journalisten im Norden Iraks in großer Gefahr. Seit dem Beginn einer Protestwelle gegen die Regierung der autonomen Region Kurdistan seien die Sicherheitskräfte mit Razzien und erzwungenen Schließungen gegen zahlreiche Medien vorgegangen, berichtete die Organisation in Berlin.

Seit Jahresbeginn sind im Irak laut ROG mindestens fünf Journalisten wegen ihrer Arbeit ermordet worden. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht der Irak auf Platz 156 von 180 Staaten.

Die Anfang Oktober im Norden begonnenen, teils gewalttätigen Proteste entzündeten sich den Angaben zufolge an ausstehenden Gehaltszahlungen für Lehrer und andere Beamte. Ein weiterer Grund sei der Wunsch von Kurdenführer Massud Barsani nach einer weiteren Amtszeit als Präsident der autonomen Region gewesen. Dagegen würden sich wichtige andere Kurden-Parteien sperren. Schwerpunkt der Demonstrationen ist die Provinz Sulaimanija, die als Hochburg der Opposition gilt, hieß es weiter.

In den Städten Erbil, Dohuk und Soran seien Sicherheitskräfte, die loyal zu Barsanis Demokratischer Partei Kurdistans (PDK) stünden, am Abend des 10. Oktober in zahlreiche Medienhäuser eingedrungen. Dabei bedrohten sie Angestellte, vertrieben sie aus den Redaktionsräumen und richteten schwere Sachschäden an. Unter anderem seien die Fernsehsender NRT TV und KNN TV ohne Begründung gezwungen worden, zu schließen.

Auch in anderen Teilen Iraks und in der Hauptstadt Bagdad seien Journalisten in den vergangenen Monaten verstärkt Bedrohungen und Gewalt ausgesetzt gewesen. Ziel sei offenbar gewesen, sie von Bericht