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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2020
Leben in Angst
In Deutschland wächst der Hass auf Juden
Der Inhalt:

Aus dem Tod klug werden

von Christian Feldmann vom 23.10.2020
PFplus

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Musiktheater. Im Neapel des 18. Jahrhunderts, das von Frömmigkeit und Gewalt, Überbevölkerung und Seuchen geprägt war, vertonte Giovanni Battista Pergolesi wenige Wochen vor seinem Tod das mittelalterliche Gedicht »Stabat Mater«. Dieses Werk steht derzeit im Zentrum einer außergewöhnlichen szenischen Inszenierung im Theater Freiburg im Breisgau: Der ukrainische Regisseur Andriy Zholdak rahmt die barocke Trauermusik mit Orchesterstücken des modernen estnischen Komponisten Arvo Pärt und konfrontiert sie mit Zitaten von Elias Canetti und Friedrich Nietzsche. Auf der Bühne befinden sich neben Christus am Kreuz gleich zwei Marienfiguren. »Wie oft müsste einer leben, um aus dem Tod klug zu werden?«, fragt der Priester, der zu Beginn als Mephisto auf die Bühne getreten ist. Er wird von einem kleinen Jungen, der die Welt der Engel verkörpert, beim Schachspiel mattgesetzt. Doch der Tod lässt sich nicht austricksen. Das Stück ist voller existenzieller Fragen nach Leben und Tod und dem Wert der Schmerzen.