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Sehnsucht nach dem Horizont

von Andrea Teupke vom 26.10.2018
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Bildband. Sie führte ein bewegtes Leben: Die norwegische Malerin Anna-Eva Bergman, 1909 geboren, in Paris und Wien als Malerin und Grafikerin ausgebildet, lebte und arbeitete in Spanien, Deutschland und Frankreich, wo sie 1987 auch starb. Hierzulande ist sie kaum bekannt. Jetzt ist ihr Spätwerk in einem Bildband zugänglich: Sparsame Linien deuten Wellen und Wassertropfen an. Mit wenigen Farben – viel Blau, Ocker und auch Gold – und ruhigen Flächen schafft Bergman Räume, in denen man versinken möchte, lichtüberflutete Strände und die unendliche Weite des Meeres. Der Metallglanz von Blattgold und -silber verleiht den minimalistischen Bildern eine fast mystische Wirkung, die Fotos leider kaum wiedergeben können. Ein wichtiges Motiv für sie war der Horizont: »Für mich ist die Ewigkeit, die Unendlichkeit, das Hinüber ins Unbekannte darin enthalten. Wenn ich meine Horizonte fertig vor mir sehe, dann wecken sie in mir ein Gefühl von Sehnsucht. Aber Sehnsucht wonach? Ich weiß es nicht.«

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