Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2017
Neuer Mut in schweren Zeiten
Jüdische Gemeinden in Deutschland
Der Inhalt:

Nachgefragt: Wie Papst Franziskus unterstützen?

Fragen an den Wiener Theologen und Soziologen Paul Michael Zulehner

Publik-Forum: Sie haben gemeinsam mit dem tschechischen Religionsphilosophen Tomas Halik die Aktion »Pro Pope Francis« gestartet, eine Zwei-Priester-Aktion. Warum?

Paul M. Zulehner: Wir wollen mit möglichst vielen Frauen und Männern aus dem Kirchenvolk und darüber hinaus Papst Franziskus nachhaltig unterstützen. Das tun wir öffentlich, mit unseren Namen und Unterschriften. Denn wir wollen angesichts der öffentlichen Anfragen seiner Kritiker dem Papst gerade wegen seiner Vertiefung ins Evangelium und der daraus erwachsenden Menschenfreundlichkeit den Rücken stärken. Viele Leute, die schweigende Mehrheit in der katholischen Kirche und weit darüber hinaus, finden Papst Franziskus wirklich gut. Doch das medial inszenierte Bild wird vielfach geprägt von seinen lautstarken Gegnern. Das Ringen mit diesen fokussiert sich vor allem auf das nachsynodale Schreiben »Amoris Laetitia«, die Freude der Liebe. Dort öffnet der Papst für Einzelfälle eine Pforte, dass wiederverheiratete Geschiedene Katholiken, welche in auswegloser Lage von Schuld und Tragik den Weg des Evangeliums einschlagen, zur Kommunion gehen dürfen.

Warum machen Sie Ihre Aktion jetzt?

Zulehner: Es ist an der Zeit. Die innerkirchliche Lage sieht verfahren aus. Manche Papstgegner verdächtigen Franziskus des Irrglaubens. In dieser Situation geben wir nun durch den unaufgeregten und hoffnungsstarken offenen Brief (www.pro-pope-francis.com) der schweigenden Mehrheit in der Mitte der Kirche die Möglichkeit, für Franziskus ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Es gab schon in den letzten Jahren regionale Versuche, Unterstützung für Papst