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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2017
Neuer Mut in schweren Zeiten
Jüdische Gemeinden in Deutschland
Der Inhalt:

Aufgefallen: Der Versöhner

Haroutune Selimian (54) ist Pfarrer in Aleppo. Mitten im Krieg streitet er für Gewaltlosigkeit. Nun wurde er mit der Friedensplakette geehrt

Es ist Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche, und er steht dort wie ein Fels in der Brandung. Gut 1500 Menschen sind gekommen, die Emporen und das Kirchenschiff dicht besetzt. Und vorn im Altarraum Haroutune Selimian, Pfarrer aus Aleppo. Er spricht hier am 9. Oktober, einem besonderem Jahrestag, weil die Gewaltlosigkeit von 70 000 Demonstranten am 9. Oktober 1989 bewirkte, dass kein Schuss fiel. Es war der Tag der Entscheidung. Doch Haroutune Selimian wird bald dorthin zurückkehren, wo alles andere als Frieden herrscht – nach Syrien. Fliehen kommt für ihn nicht infrage: »Jeder und jede wird gebraucht in Syrien, gerade jetzt«, sagt er.

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