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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2017
Neuer Mut in schweren Zeiten
Jüdische Gemeinden in Deutschland
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

keinen einzigen rechten Winkel gibt es im neugebauten jüdischen Gemeindezentrum in Mainz. Denn wie kann nach dem Holocaust noch etwas rechteckig und damit normal sein? Das hat mich von allem, was mein Kollege Thomas Seiterich von seinen Reisen zu den neu errichteten Synagogen in Dresden, München und Mainz berichtete, am meisten fasziniert. Die Architektur lässt diese Grunderfahrung der Vernichtung jüdischen Lebens Stein und Mauer werden – und eröffnet darin Räume, in denen Menschen sich treffen, beraten werden, beten und feiern (Seite 26).

Auf gewohnte Formen verzichten – das gilt auch für immer mehr Menschen in der Arbeitswelt. Der Grund liegt in der Digitalisierung. Was es mit der Industrie 4.0 auf sich hat, beschreibt Publik-Forum-Autorin Gunhild Seyfert anschaulich in ihrem Artikel »Ein Schwarm moderner Tagelöhner«. Und sie macht deutlich, dass eine Industrie 4.0 auch einen Sozialstaat 4.0 braucht. Denn sonst nutzt die Flexibilisierung vor allem den Unternehmern, die angestellten und die immer zahlreicheren freien Mitarbeiter aber haben das Nachsehen (Seite 12).

Ganz flexibel musste sich das Ehepaar Russ zeigen, als es von jetzt auf sofort die beiden Töchter von Tom Russ aus dessen erster Ehe bei sich aufnahm – und plötzlich eine sogenannte Patchworkfamilie war. Eine gemeinsame Tochter kam später noch dazu. Patchworkfamilien sind kein neues Phänomen – die Bibel ist voll davon. Doch heute wie damals stehen sie vor großen Herausforderungen (Seite 42).

Ob Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf Publik-Forum lesen, weiß ich nicht. Es mag Zufall sein, dass diese Gemein