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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2017
Neuer Mut in schweren Zeiten
Jüdische Gemeinden in Deutschland
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Peter Kohlgraf, neuer Bischof von Mainz, hat dazu angeregt, in der katholischen Kirche neu über Geschlechterrollen nachzudenken und das Thema »Gender« ernst zu nehmen. Damit reagierte er auf einen Beitrag von Christiane Florin, die die systematische Ausgrenzung von Frauen aus Weihe- und Leitungsämtern in der katholischen Kirche beklagt. Kohlgraf schreibt: »Gott ist nicht eher Mann als Mensch geworden (wie Frau Florin bei einigen Bischöfen herauszuhören meint), aber Mensch kann ich nach der geltenden Lehre vom Menschen nur als Mann oder als Frau sein. Gibt es von der Natur des Menschen her vorgegebene Wesensmerkmale? Die traditionelle Theologie sagt ›Ja‹. Mir ist klar, dass ein derartiges Verständnis heute hinterfragt wird, und das Lehramt kann nicht den Kopf in den Sand stecken und so tun, als sei jede Gegenposition nur Unsinn.«

Vangelis Karageorgos, Journalist bei der linksliberalen griechischen Zeitung Efimerida ton Syntakton, freut sich über das neues Transgender-Gesetz in Griechenland. Demnach kann jede Person frei über ihr Geschlecht entscheiden. Auch Minderjährige ab 15 Jahren können sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Die griechisch-orthodoxe Kirche sprach sich dagegen aus.

Kader Konuk, Professorin für türkische Literatur und Kultur an der Universität Duisburg-Essen, hat ein Hilfsprogramm für bedrohte und verfolgte türkische Wissenschaftler vorgestellt. Sie sollen künftig an der neu geschaffenen »Akademie im Exil« die Möglichkeit haben, ihre Arbeit in Berlin oder Essen fortzusetzen. Die neue Einrichtung, die aus der Initiative »Akademiker für den Frieden« entstanden ist, will pro Jahr zehn Stipendien vergeben.

Elke Hahn, Geschäftsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Bayern, drängt darauf, Lehrbeauftragten an Universitäten feste Beschäftigungsverhältnisse zu garantieren. Viele junge Akademiker retteten sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag. Diese prekäre Lage müsse beendet werden.

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