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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2016
Was die Gesellschaft zusammenhält
Ein Gespräch mit dem Philosophen Hans Joas
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 21.10.2016

Kein feste Burg

Zu: »Ein letztes Fest?« (18/16, Seite 27-30)

Als Beitrag zum Reformationsjubiläum 2017 schlage ich vor, das von Luther getextete Lied »Ein feste Burg ist unser Gott« wegen dessen martialischer Ausdrucks- und überholter Denkweise aus den Liederbüchern zu streichen. Psalm 46 als Anregung für dieses Lied ist da schon eher als immer noch akzeptables Dokument seiner Zeit zu verstehen. Christoph Müller-Luckwald, Bingen

Eine »engagierte Debatte um Aufklärung« bei der Vorbereitung des Reformationsjubiläums hat es nicht gegeben? – Na denn mal los, und keine Angst vor »destruktivem Streit«: Richtig aufgeklärt ist eine Religion ja erst, wenn sie das Programm der Entmythologisierung ihrer »heiligen Schrift« konsequent vollendet hat. Dann würde die Formel vom Menschen als »Ebenbild Gottes« nicht mehr so anthropozentrisch klingen. Und die Überlieferung wäre ganz klar nicht mehr als »Wort Gottes« missbrauchbar. Manfred Fennemann, Hamm

Im Beitrag von Pastor Claussen, dem Kulturbeauftragten der EKD, gehen konfessionelle Identitätsinteressen sowie geschichtspolitische Deutungsansprüche Hand in Hand. In Deutschland treten derartige Tendenzen idealtypisch bei den hundertjährigen Reformationsjubiläen zutage. Luther dient dabei als Identifikationsfigur, auf die unterschiedliche Zeiten ihre jeweiligen Ideale projizieren. Das vorrangige Interesse bei Pastor Claussen ist nun die Versöhnung von Religion und Aufklärung, die freilich schon 1717 gefeiert wurde. Warum sucht man in seinem Beitrag vergeblich den Namen eines jüdischen Wanderpredigers? Selbst im Grundlagentext der EKD »Rechtfertigung und Freiheit« stehen staatspolitische Interessen im Vordergrund, wenn dort verkündet wird: »Luthers grundsätzlicher theologischer Überzeugung entspricht die moderne Verfassungsgestalt des demokratischen Rechtsstaates.« Jakob Knab, Kaufbeuren

Milliardenvermögen

Zu: »Jetzt die Steuern senken?« (18/16, Seite 8)

Extrem hohe Einkommen, die zu Millionen-, ja gar Milliardenvermögen

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