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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2016
»Schaut doch mal rein in die Bibel!«
Bodo Ramelow über Christsein und Kapitalismus
Der Inhalt:

Vorgespräch: Was macht Damaskus in Deutschland?

Das Goethe-Institut Damaskus öffnet für zwei Wochen seine Pforten in Berlin. Ulrike Gasser über Kultur im Exil

Publik-Forum: Frau Gasser, wie kamen Sie dazu, Damaskus nach Berlin zu verlegen?

Ulrike Gasser: Das Goethe-Institut in Damaskus gibt es schon sehr lange, seit 1955. Anfang 2012 mussten wir es aufgrund der Sicherheitslage schließen. Es gab immer einen sehr fruchtbaren Austausch zwischen deutschen und syrischen Künstlern, für die unser Haus in Damaskus ein Ort der Begegnung war. Wir sehen unser Projekt »Im Exil« in Berlin nun als Signal an: Wir sind noch da und wir machen weiter – gemeinsam mit Kulturschaffenden aus Syrien.

Richtet sich Ihr Programm also vor allem an Künstlerinnen und Künstler?

Gasser: Nein, die meisten Veranstaltungen sind für alle offen. Es wird Lesungen und Konzerte geben, Filme und Ausstellungen, Performances und Diskussionsrunden. Darüber hinaus bieten wir aber auch Workshops für syrische und andere geflüchtete Künstler an, die nun hier im Exil leben und wissen wollen: Wo finde ich Atelierräume? Wo bekomme ich ein gutes Instrument? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Was erwartet die Besucher?

Gasser: Ein breites Bild der lebendigen und reichen Kulturszene Syriens. Zum Beispiel wird der bekannte syrische Klarinettist und Komponist Kinan Azmeh mit seiner Band ein Konzert geben. Wir zeigen Dokumentar- und Spielfilme, diskutieren über den Umgang mit den Themen Flucht, Heimat und Vertreibung in der Gegenwartskunst. Außerdem stellen wir als Goethe-Institut unsere Arbeit in den Nachbarländern Syriens vor. Das Programm wird zweisprachig sein, deutsch und arabisch. Es gibt auch eine Cafeteria und eine kleine