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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2019
Vision einer neuen Kirche
Von Maria 2.0 zur ersten Päpstin
Der Inhalt:

Neues Votum für gemeinsames Abendmahl

vom 20.09.2019

Aus theologischer Sicht spricht nichts dagegen, dass Protestanten und Katholiken gemeinsam Abendmahl feiern. Zu diesem Ergebnis kommt ein gemeinsam erarbeitetes Papier des Ökumenischen Arbeitskreises (ÖAK). Protestantische und katholische Theologen bündeln in dem knapp sechzigseitigen Dokument »Gemeinsam am Tisch des Herrn« die wichtigsten biblischen und theologischen Erkenntnisse zum Abendmahl. Sie kommen zu dem Schluss, dass alle Christen das Abendmahl mit dem gleichen Grund und Ziel feiern: die Erinnerung an Jesu »erlösendes Leben und Sterben«. Dass die Kirchen die Feier unterschiedlich gestalten, sei zweitrangig. Es spreche nichts dagegen, beim Abendmahl einer anderen Kirche teilzunehmen. Wichtig sei nur die »Achtung der je anderen liturgischen Traditionen«. Eine neue, gemeinsame Form wird in dem Dokument nicht vorgeschlagen. Der ÖAK erarbeitet seit Jahrzehnten theologische Konsenspapiere, auch zur Abendmahlsfrage. Ziel ist die Überwindung der Kirchenspaltung. »Unser Votum basiert auf einer so breiten biblischen und wissenschaftlichen Grundlage, dass sich die Argumentationslast gegenüber dem Gewohnten umkehrt. Wer etwas gegen die Abendmahlsgemeinschaft sagen will, braucht sehr starke Gründe«, sagte der evangelische Theologe Volker Leppin bei der Präsentation. Die ÖAK-Vorsitzenden, Bischof Georg Bätzing von Limburg und Martin Hein, evangelischer Bischof von Kurhessen-Waldeck, sprachen von einem wegweisendem Dokument, das neue Perspektiven eröffne.

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