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Im Wettlauf mit der Wüste

Eine »Mauer aus Bäumen« soll in Afrika die Wüste aufhalten – ein ehrgeiziges Megaprojekt von Afrikanern für Afrikaner. Nach neun Jahren sind erste Erfolge sichtbar
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 23.09.2016
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Das Bild ist eindrucksvoll: Eine Mauer aus Bäumen quer durch Afrika, ein 8000 Kilometer langer Grünstreifen. Vom Senegal im Westen bis Dschibuti im Osten soll sie reichen, die »Great Green Wall«. 2007 wurde das milliardenschwere Projekt unter dem Dach der Afrikanischen Union ins Leben gerufen. Inzwischen ist klar: Die Mauer ist eigentlich gar keine. Sie ist eine Metapher, wie Elvis Paul Tangem erklärt, Projektkoordinator der Afrikanischen Union. Man habe die Kritik aus der Anfangsphase ernst genommen und erkannt, dass ein willkürlich gezogener Baumstreifen nicht viel bringe. Den Terminus »Mauer aus Bäumen« habe man jedoch beibehalten – ganz einfach, weil das eindrucksvoller klinge, als wenn von einem »Mosaik aus lokalen Initiativen zur Wiederaufforstung« die Rede sei. Ein gigantisches Klimaschutzprojekt aber bleibt die Initiative. Elf afrikanische Staaten sind beteiligt; zählt man die nordafrikanischen Länder mit, die sich in geringerem Maße ebenfalls engagieren, sind es zwanzig. Es ist das Vorzeigeprojekt der Afrikanischen Union, gefördert unter anderem aus Mitteln der Vereinten Nationen, der Weltbank und der Europäischen Union.

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