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Splitter im Herzen

Wie junge Menschen vom Zentrum für Gewaltfreiheit in Sarajewo und Belgrad für Versöhnung streiten. Ein Besuch
von Stephan Bickhardt vom 23.09.2016
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Ich habe Frieden gefunden im Glauben«, sagt Adnan Hasanbegovic. Der Weg dorthin war für ihn weit. Denn er war Soldat, kämpfte auf der bosnischen Seite. In Sarajewos Stadtzentrum zeigt er uns das Haus, genauer den Keller, von dem aus er die Frontlinie verteidigt hat. Monatelang. Heute ist der ehemalige Soldat Mitarbeiter des Zentrums für gewaltfreie Aktion (Centre for Nonviolent Action, CNA) mit Sitz in im serbischen Belgrad und Sarajewo in Bosnien-Herzegowina. Das ist eine der renommiertesten Friedensinitiativen im ehemaligen Jugoslawien. Wir treffen den gläubigen Moslem auf unserer Reise in die einst geschundene Kriegsregion. Eingeladen zu der Studienfahrt hatte die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Das war naheliegend, denn gerade in Bosnien-Herzegowina und Serbien ist das Thema Aufarbeitung und Versöhnung wichtig. Vielleicht, weil viele Menschen hier noch so weit davon entfernt sind.

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