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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

In Memoriam
Einer widersteht dem Terror

von Thomas Seiterich vom 23.09.2016
Faraaz Hussein
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Faraaz Hussein wurde keine 21 Jahre alt. Er ist ein Märtyrer der Freundschaft, Courage und Religionstoleranz. Eine Ikone des blutigen Jahres 2016. Taslima Nasrin, frauenbewegte Schriftstellerin in Bangladesch, preist ihn: »Faraaz is our hero, unser Held.« Der junge Muslim aus einer der Oberschichtfamilien in Bangladesch wurde von Terroristen des IS ermordet, weil er bei einer Terrorattacke in der Hauptstadt Dhaka dem Töten lauthals widersprach und seinen Freunden und bedrohten Nichtmuslimen das Leben retten wollte. Faraaz Hussein studierte Wirtschaft an der US-Elite-Universität Emory College in Atlanta. In den Heimatferien besuchte er mit Abinta Kabir (18), einer Mitstudentin aus Amerika, und Tarishi Jain (19), einer einheimischen Freundin, die Holey Bakery in Dhaka. Da stürmten sieben IS-Killer das Café. Sie schrien: »Wir wollen nur die Fremden und die Ungläubigen töten.« Faraaz herrscht sie an, sie sollten die Menschen am Leben lassen. Er protestiert, verhandelt. Die Terroristen geben ihm die Wahl: Wenn er eine Sure des Korans aufsagt und sich als Muslim und Einheimischer ausweist, kommt er frei. Faraaz Hussein weigert sich, er bleibt. Seine Freundinnen werden geköpft. Er stirbt – in Solidarität mit seinen Freunden und weiteren 19 Gästen. Der IS strebt an, vom verarmten Muslimstaat Bangladesch aus in Asien weiter Fuß zu fassen.

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