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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Über allen Gipfeln herrscht ...

vom 23.09.2016
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Mehrere Fälle von Vandalismus an Gipfelkreuzen in den bayerischen Alpen haben eine neue Debatte über das Kreuz ausgelöst. Bergsteiger Reinhold Messner sagte, er missbillige die Taten, sei aber der Meinung, dass man Berge »nicht zu religiösen Zwecken möblieren« sollte. Aus historischen Gründen sei es schwierig, Gipfelkreuze wieder abzumontieren. Doch man sollte darüber diskutieren, ob »das Gipfelkreuz zum christlichen Abendland gehört«. Ihm widerspricht der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Er deutet das Kreuz als Zeichen des menschlichen Respekts vor dem Schöpfer. »Haben wir die Berge erschaffen? Sind wir Eigentümer der Welt?« Das Kreuz sei Ausdruck der Freude, am höchsten Punkt Gott für seine Schöpfung zu danken. Die Innsbrucker Theologin Claudia Paganini erklärt den Brauch des Gipfelkreuzes historisch als eine Art Sühneleistung der Alpinisten für ihre Machtergreifung über den Berg. Es sei dies eine Art Handel mit Gott, eine Entschuldigung dafür, »dass man den Gipfel, der als göttlich gedacht wurde, eingenommen und Gott dadurch irgendwie gekränkt hat«.

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