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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Lehrplan für Bischöfe

vom 23.09.2016
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Wer irgendwo katholischer Bischof wird, muss nach Rom, um in einem mehrwöchigen Kurs, den Insider ironisch als »Baby-Bischofs-Schule« bezeichnen, das Handwerkszeug für die neue Aufgabe zu erwerben. Dahinter steht die von Papst Franziskus vertretene Überzeugung: »Für Bistumsleitung braucht es nicht bloß den Beistand des Heiligen Geistes; partizipative Kirchenleitung muss man lernen.« Nun hat Franziskus den Lehrplan geändert. Im Bischofskurs 2016 wird dem Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche große Bedeutung eingeräumt. Der an der Päpstlichen Universität Gregoriana lehrende Theologe und Psychologe Hans Zollner SJ, der das weltkirchenweit arbeitende Child Protection Center der Gregoriana leitet, hielt ausführliche Vorträge vor den Neubischöfen. Neu ist auch, dass ein Bischof sein Amt verliert, falls er bei Missbrauch nicht eingreift. Zollner: »Kirchliche Wachsamkeit ist nötig, da in achtzig Prozent der Staaten, in denen die Kirche präsent ist, es staatlicherseits kaum Problembewusstsein gibt.«

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