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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2016
In eurer Welt kann ich nicht sein
Warum Liah vor ihrer Familie flieht
Der Inhalt:

Bikini contra Burkini

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 09.09.2016
Die Debatte offenbart, wie tief patriarchales Denken verankert ist

In den vergangenen Wochen spazierten an Nizzas Stränden Ordnungshüter auf und ab und forderten Frauen auf, sich »anständig« zu kleiden. Saudische Fundamentalisten? Religiöse Fanatiker? Nein, aufgeklärte Franzosen, Europas neue Sittenwächter. Grund für die Aufregung: ein Ganzkörperschwimmkleid. Ostentativ sei der Burkini, provozierend. Ganz ähnlich hörte sich das schon mal an – nur unter umgekehrten Vorzeichen: 1922 maß der Washingtoner Polizist Bill Norton mit einem Zollstock die Badekleider der Frauen nach, weil sie als zu kurz empfunden wurden. »Damals sollten die Frauen mehr anziehen, jetzt sollen sie mehr ausziehen«, kritisiert Margot Käßmann diesen Hype zu Recht.

Egal ob er bedeckt ist oder nicht: Der Körper von Frauen wird immer politisiert. Wer sich nicht sexy präsentiert, sondern sich den Blicken der Männer entzieht, wird nun öf

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