Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2018
Hitze-Schock
Wie Landwirte und Verbraucher jetzt umsteuern müssen
Der Inhalt:

Vorgespräch: Salonkultur im eigenen Haus?

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 24.08.2018
Was passiert beim »Salonfestival«? Fragen an Désirée Behrendt

Publik-Forum: Frau Behrendt, Sie organisieren das ganze Jahr über in ganz Deutschland Salons. Warum machen Sie das?

Désirée Behrendt: In diesen komplizierten Zeiten, in denen viele Menschen verunsichert sind und auch eine Vereinzelung droht, wollen wir Räume der echten Begegnung schaffen. Wir knüpfen dabei an die Idee der historischen Salonkultur an: Menschen zusammenbringen zu Literatur, Musik, Tanz und Diskussionen mit klugen Köpfen. Seit der Gründung 2014 haben wir 600 Salons veranstaltet und rund 24 000 Menschen erreicht.

Was sind das für Themen, über die da diskutiert wird, welche Referenten laden Sie ein?

Behrendt: Wir diskutieren über Bildung oder Biotechnologie, Zuwanderung, Umweltschutz und vieles mehr. Der Klimaforscher Mojib Latif etwa ist als Referent dabei, der Physiker Ranga Yogeshwar war da, auch die Hirnforscherin Hannah Monyer.

Was unterscheidet einen Salon von einer normalen Lesung oder einem Konzert?

Behrendt: Wir haben immer einen Gastgeber: Das kann eine Familie sein, wenn die Salons in privaten Wohnzimmern stattfinden, aber auch die Vorstandsvorsitzende einer Bank, die einen Salon an ihrem Arbeitsplatz organisiert. Der Rahmen ist klein, privat, persönlich. Bei uns gibt es keine Powerpointpräsentationen und keine Bühnen – der direkte Austausch auf Augenhöhe ist uns wichtig. Wir achten darauf, dass die Referenten danach nicht gleich zum Zug müssen, sondern Zeit bleibt für Gespräche. So manches Mal wird dann bis spät in die Nacht hinein diskutiert.

Ist Facebook heute nicht der Salon fürs Volk?

Behrendt: Dort geht es anonym und häufig unfair zu. Auch bei uns wird heftig diskutiert – aber kultiviert, fair und sachlich.

In Ihrem Team arbeiten 22 Frauen und nur ein Mann mit. Ist die Salonkultur immer noch reine Frauensache?

Behrendt: Ja, das kann man nicht anders sagen. Interessanterweise sind es auch vor allem Frauen, die bereit sind, ihre Häuser zu öffnen als Gastgeberinnen.

Was steht in den kommenden Wochen auf dem Programm?

Behrendt: In Wiesbaden liest Wolfram Eilenberger aus seinem Buch »

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen