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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2018
Hitze-Schock
Wie Landwirte und Verbraucher jetzt umsteuern müssen
Der Inhalt:

Die linke Lücke schmerzt

Die Sammlungsbewegung »Aufstehen« wird zerredet, bevor sie beginnt

Auf der Polit-Bühne gibt es derzeit zwei betrachtenswerte Szenen eines Stückes. Eine bedrohliche und eine deprimierende. Erster Akt: In Europa baut sich eine politische Landschaft auf, bestehend aus zwei Lagern: eine Rechte diesseits oder jenseits der Demokratiegrenze, inspiriert von Leuten wie dem rechtsextremen Stephen Bannon. Als Gegengewicht die neoliberale Macron/Merkel-Mitte. Und links? Klafft eine Lücke. In Deutschland steht die SPD unter Schock, ist zerstritten. Die Linke ebenso und droht marginalisiert zu werden. Die Grünen sind nach allen Seiten offen und konturlos. Egal, wo man politisch steht: Das Land bräuchte nichts dringlicher als eine kräftige, geeinte Linke. Für das demokratische Klima. Für den gesellschaftlichen Streit. Für diejenigen, die benachteiligt sind. Als Widerpart in einem befürchteten Kulturkampf von rechts.

Im zweiten Akt: Der Versuch mit einer Sammlungsbewegung SPDlern, Linken, Grünen und vielen außerparteilich Engagierten eine Plattform zu geben mit dem Ziel, eine frische, ernst zu nehmende politische Kraft zu formen. Und was passiert? Das Erwartbare. Statt Aufstehen umgehend Selbstzerlegung der Linken. Statt raus aus Lobbyismus, Sachzwang, dem Diktat der Mitte und des Proporzes lieber Egoismen, Pfründe, alte Rechnungen, Trägheit.

Die gleichen Reflexe, die gleichen Mechanismen, die gleichen Rituale. Traurig: Entwicklungen sind absehbar, bevor sie begonnen haben. Neues kann nicht mehr überraschen. Neues ist bereits Altes. Ewige Wiederkehr des Gleichen – nicht gerade ein christlich inspiriertes, von einem linear-progressiven Geschichtsverständnis geprägtes Verhalten, von einem, das in Auferstehung mündet. Es is