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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2014
Papst Franziskus und seine Gegner
Der Inhalt:

Ab in die Krippe

von Andrea Teupke vom 08.08.2014
Betreuungsgeld: Angeblich gehen zu wenig Kinder in die Kita – und die falschen

Es gibt ein neues Wort. Es heißt »Bildungsbeteiligung« und steht euphemistisch für den Kita-Besuch. Wenn Kinder – genauer gesagt: unter Dreijährige – von ihren Müttern oder Vätern gefüttert, gewickelt, begleitet und betreut werden statt von andern Menschen, dann wird ihnen angeblich ebendiese »Bildungsbeteiligung« vorenthalten; und man muss das anscheinend ganz, ganz schlimm finden.

Diese fehlende »Bildungsbeteiligung«, so konnte man gerade in vielen Zeitungen erfahren, sei deshalb so schädlich, weil ausgerechnet die weniger gebildeten Frauen – die vermutlich auch weniger verdienen und weniger interessante Jobs haben –, ihre Kinder lieber selber füttern, wickeln und trösten, als sie in die Krippe zu geben. Das schade der Chancengleichheit und verbaue den kleinen Zwackeln künftige Bildungserfolge, heißt es. Muss man das glauben?

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