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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:

Fluchtursachen und Sonntagsreden

von Wolfgang Kessler vom 27.07.2018
In Eritrea und Äthiopien könnten die Politiker ihren Worten Taten folgen lassen

Man müsse die Fluchtursachen bekämpfen, predigen Politiker gerne in Sonntagsreden. Doch montags reden sie meist schon wieder über Abschottung und Abschiebung. Jetzt bietet sich der europäischen Politik die große Chance, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Und dies in einer sehr umkämpften Weltgegend: am Horn von Afrika. Dort haben mit Äthiopien und Eritrea zwei Staaten Frieden geschlossen, die sich bis vor Kurzem waffenstarrend gegenüberstanden.

Wäre es nur ein Friedensschluss zwischen den umstrittenen Präsidenten, dann wäre der Friede mehr als brüchig. Doch es ist ein Friedensschluss der Menschen. Zu Hunderttausenden haben Eritreer dem äthiopischen Präsidenten zugejubelt und Äthiopier dem eritreischen Präsidenten. Denn beide Regenten haben Zugeständnisse gemacht, die noch vor wenigen Wochen undenkbar schienen. Entsprechend schnell wurden F

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