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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:

AfD in Bayern: Kirchenverträge sofort kündigen

Die Alternative für Deutschland (AfD) in Bayern erhebt in ihrem Programm zur Landtagswahl im Oktober radikale religionspolitische Forderungen. Die Staatsverträge mit der katholischen und evangelischen Kirche müssten »unverzüglich« gekündigt werden. Kirchenasyl soll mithilfe des Strafrechts unmöglich gemacht werden. Staatliche Zuwendungen sollte es nur noch für die Pflege sakraler Bauten geben, insofern diese »Bestandteile der Kulturgeschichte im Freistaat« sind. Im Übrigen sollten Staat und Religion wie in Frankreich streng getrennt werden. Die Kirchen werden im Wahlprogramm der AfD als »besondere Lobbygruppe« bezeichnet, die sich von anderen nur dadurch unterscheide, dass sie auf staatliche Hilfe zurückgreifen könne. Dies sei dem »bayerischen Steuerzahler nicht länger zumutbar«. Verbieten möchte die Partei ferner die von Muslimen und Juden praktizierte Beschneidung von Jungen und das rituelle Schlachten von Tieren ohne Betäubung (Schächten). Der bisher im Rahmen eines Modellversuchs erteilte Islamunterricht an staatlichen Schulen solle eingestellt werden. Moscheegemeinden dürften nach Ansicht der AfD kein Geld erhalten und Imame nicht mehr aus dem Ausland kommen.