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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Wie glaubt das Ruhrgebiet?

von Eva-Maria Lerch vom 22.07.2016
Vorgespräch: Fragen an Dorothea Neweling, Dramaturgin der Ruhrtriennale und des Projekts »Urban Prayers Ruhr«

Publik-Forum: Im August beginnt wieder die Ruhrtriennale. Was ist da los?

Dorothea Neweling: Die ehemaligen Industriestätten des Ruhrgebiets – Zechen, Halden, Maschinenhallen – werden über sechs Wochen lang zu Schauplätzen von Kultur: Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzerte, Installationen. In Bochum, Duisburg, Dortmund, Gladbeck, Essen, Marl ...

Und warum heißt das »Triennale«?

Neweling: Weil der Intendant alle drei Jahre wechselt. Dieser Wechsel hält die Ruhrtriennale sehr lebendig – auch jetzt noch, in ihrem fünfzehnten Jahr.

Macht es denn einen Unterschied, ob ein Stück im Bühnenhaus aufgeführt wird oder in einer Maschinenhalle?

Neweling: Unbedingt! In einer Maschinenhalle ist die Atmosphäre viel realer und eindringlicher als im klassischen Theater. Da entsteht eine Beziehung zur Historie, zu den Menschen, die da gearbeitet haben. Das Publikum sitzt nicht auf Polstersesseln, sondern steht zuweilen mit auf dem Schauplatz. Die Maschinen, die in der Halle stehen, werden integriert und mitbespielt – das sind ganz andere Bühnenmöglichkeiten. Und die Darsteller agieren inmitten ihres Publikums, die Distanz ist aufgehoben.

In diesem Jahr spielen Sie erstmals auch an religiösen Schauplätzen. Warum?

Neweling: Das Ruhrgebiet ist durch Globalisierung, Migration und den Verlust kirchlicher Bindungen zur religiösen Megacity geworden. Muslime, Buddhisten, Hindus, Sikhs, Juden und Christen aus der ganzen Welt machen die Städte zu Orten einer fast unüberschaubaren weltanschaulichen Vielheit. Dieser Lebenswirklichkeit begegnen wir in dem Stadtraumprojekt der Ruhrtriennale: »Urban Prayers Ruhr«.

»Städtische Gebete Ruhr«: Was passiert da?

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