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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2016
CETA, TTIP und TISA stoppen! Fairhandel statt Freihandel
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 22.07.2016

Louis Raphael Sako, Patriarch der chaldäischen Kirche im Irak findet die Rechtfertigung des ehemaligen britischen Ministerpräsidenten Tony Blair für die britische Unterstützung im Krieg gegen Saddam Hussein skandalös. »Unser Land ist zerstört. Vier Millionen Iraker sind geflohen. Konflikte erschüttern Syrien und den Jemen. Es gibt kaum Arbeit. Institutionen sind gelähmt. Jahrtausendealtes kulturelles Erbe ist vernichtet. Das Vakuum hat Raum geschaffen für die verheerende Ideologie der Dschihadisten und IS-Terroristen.« Angesichts dieser Tatsachen frage er sich, »wie man so unverfroren behaupten kann, dass dieser Krieg gut war für den Nahen Osten«. Vielmehr sei er der Beginn einer »teuflischen Spirale« gewesen. Blair hatte den sogenannten Chilcot-Report, der die Unrechtmäßigkeit der britischen Militärinvasion gegen den Irak dokumentiert, mit den Worten kommentiert: »Wir würden uns in einer noch schlimmeren Position befinden, wenn wir nicht eingegriffen hätten.«

Safeta Obhodjas, Schriftstellerin mit bosnischen Wurzeln, kritisiert als Muslima die traditionellen Erziehungsmethoden vieler muslimischer Mütter, die ihre Söhne wie kleine Paschas behandeln. »Diese jungen Männer erfahren von ihren Müttern und Großmüttern, dass Frauen, die keine Kopftücher tragen, die sich nicht anständig anziehen, Freiwild sind.« Insofern trügen diese Mütter auch Mitverantwortung für die Übergriffe von jungen Männern, wie sie sich etwa in der Silvesternacht in Köln ereignet hatten. Sie habe bereits vor Jahrzehnten auf diesen Missstand aufmerksam gemacht, aber das »wollte die Multi-Kulti-Klientel gar nicht hören«.

Robert Jones, amerikanischer Religionssoziologe, prophezeit in seinem neuen Buch das »Ende des weißen christlichen Amerika«. Die weißen Christen, die über Jahrhunderte hinweg Kultur, Gesellschaft und Politik Amerikas bestimmt haben, machten nur noch die Hälfte der Bevölkerung aus. Besonders stark ist der Rückgang der weißen Protestanten. Ihr Anteil an der Bevölkerung hat sich von 63 Prozent in den 1970er-Jahren auf 32 Prozent im Jahr 2014 halbiert. Stark zugenommen hat dagegen die Gruppe der Religionslosen. Politisch schade der Rückgang vor allem den Republikanern, die sich nicht mehr auf evangelikal orien

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