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Personen und Konflikte

vom 22.07.2016
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Louis Raphael Sako, Patriarch der chaldäischen Kirche im Irak findet die Rechtfertigung des ehemaligen britischen Ministerpräsidenten Tony Blair für die britische Unterstützung im Krieg gegen Saddam Hussein skandalös. »Unser Land ist zerstört. Vier Millionen Iraker sind geflohen. Konflikte erschüttern Syrien und den Jemen. Es gibt kaum Arbeit. Institutionen sind gelähmt. Jahrtausendealtes kulturelles Erbe ist vernichtet. Das Vakuum hat Raum geschaffen für die verheerende Ideologie der Dschihadisten und IS-Terroristen.« Angesichts dieser Tatsachen frage er sich, »wie man so unverfroren behaupten kann, dass dieser Krieg gut war für den Nahen Osten«. Vielmehr sei er der Beginn einer »teuflischen Spirale« gewesen. Blair hatte den sogenannten Chilcot-Report, der die Unrechtmäßigkeit der britischen Militärinvasion gegen den Irak dokumentiert, mit den Worten kommentiert: »Wir würden uns in einer noch schlimmeren Position befinden, wenn wir nicht eingegriffen hätten.«

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