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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Das erste Opfer im Weißen Haus

von Birgit-Sara Fabianek vom 30.06.2020
Donald Trump, die AfD und radikale Verfechter der Identitätspolitik haben etwas gemein: Sie sehen sich als Opfer – und beziehen daraus ihre Macht. Ein Gespräch mit dem Journalisten Matthias Lohre über sein neues Buch »Das Opfer ist der neue Held«
Ärgert sich über manche Identitätsdebatte: Journalist und Sachbuchautor Matthias Lohre (Foto: Random House/René Riis)
Ärgert sich über manche Identitätsdebatte: Journalist und Sachbuchautor Matthias Lohre (Foto: Random House/René Riis)

Publik-Forum: Wenn Menschen Angela Merkel als Diktatorin bezeichnen, wie auf den Hygienedemos in den vergangenen Wochen geschehen, dann stellen sich diese Demonstranten selbst als Opfer dar, oder?

Matthias Lohre: Genau. Paradoxerweise steigern sie mit ihrer Opferhaltung ihr Selbstwertgefühl. Denn wer das Ziel einer weitverzweigten Verschwörung ist, muss ja ungeheuer wichtig sein. Und indem sie dieses Komplott durchschauen, wähnen sie sich schlauer als die meisten. Die vermeintlichen Opfer halten sich für Auserwählte: von finsteren Mächten unterdrückt, aber moralisch überlegen.

In Ihrem aktuellen Buch »Das Opfer ist der neue Held« unterscheiden Sie zwischen Opfern und Opfervertretern. Donald Trump beschreiben Sie als den Prototypen eines solchen Opfervertreters. Was macht ihn daz

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