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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2019
Was ist heilig?
Der Inhalt:

Im Todestrakt

von Andrea Teupke vom 21.06.2019
In Japan ist die Todesstrafe immer noch nicht abgeschafft. Der japanische Regisseur Dai Sako hat nun einen Spielfilm über das Tabuthema gedreht: »The Chaplain« zeigt einen christlichen Geistlichen, der Häftlinge im Todestrakt begleitet
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Publik-Forum: Herr Sako, Ihr Film »The Chaplain« handelt von einem Gefängnisseelsorger, der Häftlinge im Todestrakt betreut. Wie kamen Sie darauf?

Dai Sako: Ich habe für einen anderen Film, in dem es um die Todesstrafe ging, das Drehbuch geschrieben. Als ich dafür recherchierte, merkte ich, dass das ein sehr abartiges System ist. Aber in Japan gibt es das nun mal, und deshalb fand ich, dass man darüber einen Film drehen müsste.

Ihr Film ist ein Kammerspiel: Man sieht fast nur Dialoge zwischen dem Seelsorger und einem der sechs Todeskandidaten …

Sako: Der Vater von einem Bekannten von mir war Gefängnispfarrer. So kam ich darauf, diesen Film ganz auf die Begegnung zwischen zwei Mensch

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