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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Streit ums Abendmahl
Der Ökumene droht der Totalschaden
Der Inhalt:

Vorgespräch: Feiern für eine bessere Welt?

In München ist es eine Institution: Das Tollwood-Festival. Was kann man da erleben? Fragen an Christiane Stenzel

Publik-Forum: Frau Stenzel, jetzt im Sommer werden in ganz Deutschland Festivals gefeiert. Was ist an Ihrem so besonders?

Christiane Stenzel: Wir sind ein Kultur- und Umweltfestival, das nicht nur Unterhaltung bietet, sondern auch Inspiration für eine umweltbewusste und gerechte Lebensweise. Wichtig ist uns, dass Kultur für alle zugänglich ist. Deshalb sind siebzig Prozent unserer Veranstaltungen kostenfrei – von Konzerten über Tanzkurse, Stelzenläufer und Theater bis hin zum Kinderprogramm. Das Tollwood-Festival bietet besonders der Kleinkunstszene eine Bühne.

Das Motto lautet: »Engagement für eine bessere Welt«. Wo wird das sichtbar?

Stenzel: Zum Beispiel auf unserem »Markt der Ideen«. Dort findet man fair gehandeltes Kunsthandwerk genauso wie eine biozertifizierte Gastronomie. Wir versuchen, das Festival so nachhaltig wie möglich auszurichten – von der Mülltrennung bis zum Lichtkonzept. Bei uns gibt es keine Plastikstrohhalme, sondern solche aus Bambus. Auch programmatisch greifen wir das auf. 2016 war das ökologische Schwerpunktthema Plastikmüll und wie er sich vermeiden lässt, dieses Jahr ist es die Artenvielfalt.

Was erwartet die Besucher da?

Stenzel: In unserem Pavillon zur Artenvielfalt sind zwei Frühstückstische aufgebaut: Auf einem steht all das, was wir gerne essen. Auf dem anderen das, was noch übrig ist, wenn es keine Bienen mehr gibt. Auch eine Klanginstallation kann man erleben. Ein Künstler hat über Jahre hinweg im Regenwald Aufnahmen gemacht – und im Laufe der Zeit wurde es immer stiller.