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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2016
Schenkt ihnen nicht eure Angst!
Wie rechte Populisten die Gesellschaft spalten
Der Inhalt:

»Das ist ein verheerendes Zeichen«

von Michael Schrom vom 24.06.2016
Das panorthodoxe Konzil begann mit einem Eklat und findet ohne die russische Kirche statt. Fragen an den Ostkirchen-Experten Dietmar Winkler

Publik-Forum: Vierzig Jahre Konzils-Vorbereitung, und dann sagen die russische und die bulgarische Kirche kurzfristig ab. Wie konnte das passieren?

Dietmar Winkler: Die innerorthodoxen Spannungen sind außerordentlich groß, insbesondere zwischen dem Patriarchat von Moskau und dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel (heute Istanbul), dem Sitz des ranghöchsten orthodoxen Bischofs. Moskau beansprucht innerhalb der orthodoxen Welt die Führung.

Wie wird dies begründet?

Winkler: Die russische Kirche ist die größte orthodoxe Kirche. Dazu kommt die Vorstellung von Moskau als dem »Dritten Rom«, die zwar nicht Teil der Theologie, aber in den Köpfen verwurzelt ist. Demnach ist das Erste Rom untergegangen, da

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